Liquid Penguin ::
:: Auris Interna
. vom Ertasten besonderer Geräusche an gewöhnlichen Orten

Hörspielproduktion für den Saarländischen Rundfunk

Zeichnung-von-Dr-Tony-Ayling
„Man hat in der Weser, Elbe und in anderen großen Flüssen gegen ihre Mündung zu bei ruhigem Wasser und heiterem Himmel ein Geräusch wahrgenommen.“
HÖRSPIEL

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Ein Kapitel aus Kants Vorlesungen zur physischen Geografie hat uns diesmal auf eine Reise mit den Ohren geschickt, berichtet er doch dort von einem Geräusch, das wir heute gar nicht mehr kennen, vom „Rastern“ nämlich, das sich in großen Flüssen wie der Weser oder Elbe „gegen ihre Mündung zu bei ruhigem Wasser und heiterem Himmel“ zutrage. Kant kennt dieses Geräusch, dessen Klang und Ursache er ausführlich beschreibt, vom Hörensagen: Über einen Gelehrtenfreund hat er davon gehört; der wiederum hat davon im Hannöverschen Magazin vom Jahr 1763 gelesen; und dort schließlich ist es berichtet worden von Zweien, die es nun wirklich mit ihren eigenen Ohren belauscht haben.

Kant und seine Zeitgenossen wurden vielleicht auch deshalb so sehr von diesem Wasser-Geräusch angezogen, weil wir Menschen das Gehör von den Fischen geerbt haben: Das Seitenlinienorgan des urzeitlichen Quastenflossers hat sich im Laufe der Evolution zu unserer Hörschnecke eingerollt, dem verborgenen, von Flüssigkeit umgebenen, unvorstellbar sensiblen Herzstück unseres Innenohrs. Der Ursprung des Hörens ist also am Grunde des Meeres zu suchen…


Lobende Erwähnung
Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Dez 2010:

"eine Produktion, die phantasievoll mit den Möglichkeiten von Fiktion und Dokumentation auf dem Feld der Geräusche spielt"
PRESSE
"...auch in "Auris interna" geht es um nichts anderes als das genaue Hinhören, geht es um die Würdigung unbeachteter Klangfarben. Dazu gehört auch die subtile Musik des Geschirrs."
(Tobias Lehmkuhl in Deutschlandradio Kultur / Radio Feuilleton am 13.04.2012)
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"
Eine bewußtseinserweiternde audiophile Stunde, in der Schmunzeln in herzhaftes Lachen münden kann."
(Stefan Uhrmacher in der Saarbrücker Zeitung, 09.12.2010)
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"eine Versuchsanordnung [...] mit der Folge, dass man – auch hier – anschließend ein wenig anders hinhorcht als zuvor."
(Waldemar Schmid in der Funkkorrespondenz, 17.12.2010)

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